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Leistungssport geht auch mit Berufslehre

Berufsbildung und Leistungssport – lässt sich das vereinen? Wie die folgenden Beispiele zeigen: Ja, durchaus. Dank sportfreundlicher Lehrbetriebe.

Viele Jugendliche träumen davon, ein Fussballprofi, Skirennfahrer oder Tennisstar zu werden. Will ein Jugendlicher seinen Sport zum Beruf machen, muss er schon früh professionell trainieren. Das ist ein enormer Zeitaufwand und erfordert viel Disziplin neben der Schule. Genau hier setzen heutige Schulen an. So zum Beispiel die Thurgauer Sport-Tagesschule in Bürglen. Ihr ist es gelungen, den Fussballsport durch hoch flexible Strukturen zu unterstützen. Mehrmals täglich können die jungen Fussballer/innen trainieren. Kombiniert mit der schulischen Ausbildung. Dabei arbeitet die Sportschule eng mit Future Champs Ostschweiz zusammen. Dort profitieren besonders Begabte von einem direkten Ausbildungsweg bis in den Profi-Fussball hinein.

Sportfreundliche Lehrbetriebe
Schwierig ist es für Lernende, während der Lehrzeit noch intensiv Sport zu betreiben. Doch genau in dieser Zeit werden die Weichen für eine erfolgreiche Sportkarriere gestellt. Die Sportlerschule Appenzellerland setzt sich dafür ein, dass die Jugendlichen ihren Leistungssport während der Lehrzeit weiterverfolgen können. Sie übernimmt die Koordination zwischen Lehrbetrieb, Berufsschule, Berufsbildungsamt und den Sport-Partnern. Gleichzeitig bietet sie den Athletinnen und Athleten Trainings an. Von dieser Kombination profitiert zum Beispiel Leichtathlet Simon Ehammer, der eine Lehre bei Sport Baumann in Appenzell absolviert. Ohne die sportfreundlichen Lehrbetriebe wäre das nicht möglich. Ein weiteres Vorbild ist die St.Galler Kantonalbank. Sie bildet KV-Lernende aus, die zugleich Leistungssport betreiben. Die IBG B. Graf AG Engineering in St.Gallen wurde vor kurzem von Swiss Olympic als «leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» ausgezeichnet. Zurzeit bildet sie 21 Lernende zu Elektroplanern EFZ aus. Zwei davon sind die Spitzensportler Nico Mutter (Unihockey UHC Waldkirch, NLA) und Nikola Milovanovic (Wasserball SCK Schwimmclub Kreuzlingen). «Dank der gleitenden Arbeitszeiten habe ich die nötige Flexibilität, Trainings und Hausaufgaben unter einen Hut zu bringen», sagt Nico. Es gibt viele gute Beispiele, wie Arbeitgeber und Sportlerschule zusammenarbeiten. Das zeigt sich auch bei UNITED school of sports in St.Gallen. Mit über 300 Lernenden aus 38 verschiedenen Sportarten ist sie die grösste Berufsfachschule für Sporttalente in der Schweiz. Man ist auf gutem Weg, Leistungssport und Berufsbildung zu vereinen, aber laut der Sportlerschule Appenzellerland soll diese Zahl in der kommenden Zeit noch erhöht werden. Sie arbeitet intensiv an diesem Ziel.

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