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Eine Absage zu begründen, ist wichtig

Leider kommt es sehr oft vor, dass Schüler/innen auf ihre Bewerbung keine Antwort erhalten respektive die Absage nicht begründet wird. Das ist unfair und bringt den Schüler/die Schülerin nicht weiter. Geben Sie ein konstruktives Feedback ab, damit die Lehrstellensuchenden ermutigt sind, sich anderswo zu bewerben.

Stellen Sie sich vor, Sie bewerben sich bei einem Unternehmen und bekommen darauf nie eine Antwort. Sie ärgern sich darüber, oder? Darüber hinaus bringt Sie das nicht weiter, im Gegenteil, es hinterlässt womöglich ein ungutes Gefühl. Genauso ergeht es den Schüler/innen, wenn sie auf ihre Bewerbung keine Antwort erhalten. Und das passiert leider allzu oft. Das ist unschön und kann den Schüler/die Schülerin entmutigen. Die Schüler/innen, die sich auf eine Lehrstelle bewerben, sind gerade mal 14 oder 15 Jahre alt. Sie stehen am Anfang ihres Berufsweges, dabei stecken sie noch voll und ganz in der Rolle des Schülers fest. Das Abschicken einer Bewerbung fordert Mut. Sie offenbaren sich einem fremden Betrieb, Menschen, die sie gar nicht kennen.

Feedbackregeln einhalten
Damit sich die Schüler/innen während der Bewerbungsphase entwickeln können und auch nach einer Absage nicht entmutigt sind, sondern dranbleiben, ist ein konstruktives Feedback unabdingbar. Es steht den angehenden Lernenden zu. Es ist nur fair, zu erfahren, warum es mit der Lehrstelle nicht geklappt hat. Dabei sollte das Feedback ehrlich, nachvollziehbar und in einer aufbauenden, wertschätzenden Art erfolgen. Immer mit dem Fokus, dass der Schüler/die Schülerin etwas aus dem Feedback lernt und die Zuversicht behält. Als Berufsbildner/in ist es wichtig, sich auf die Feedbackregeln zu berufen. Ein Feedback soll etwas hergeben und soll deshalb so konkret wie möglich sein. Sagen Sie nicht: „das hast du nicht schlecht gemacht“, sondern erklären Sie, was der Schüler/die Schülerin gut gemacht hat und was er konkret verbessern soll und warum. Zum Beispiel: Ich fand es toll, dass du immer pünktlich gekommen bist und du die delegierten Aufgaben gelöst hast. Und ich würde dir empfehlen beim nächsten Schnupperpraktikum mehr Fragen zu stellen, damit du interessierter wirkst.“ Dies ermöglicht, dass der Schüler/die Schülerin das Feedback nachvollziehen und verstehen kann.
Es ist notwendig, auch positive Aspekte zu erwähnen. So kann gewährleistet werden, dass der Bewerber weiterhin an sich glaubt. Sein Selbstwertgefühl sollte sich während dieser Phase positiv entwickeln können. Dazu kommt: Nach einer begründeten, plausiblen Absage kann der Schüler/die Schülerin die Punkte für die weiteren Bewerbungen berücksichtigen und so aus seinen «Fehlern» lernen. Bestimmt gelingt es ihm/ihr dann, am Ball zu bleiben und eine passende Lehrstelle zu finden, um gestärkt und motiviert in die Berufswelt zu starten. Das sind wir unserem Nachwuchs schuldig.

Konsequenzen auf das Image
Weiter hat die Art und Weise, wie ein Lehrbetrieb im Rekrutierungsprozess mit den Bewerbern und Bewerberinnen kommuniziert, Konsequenzen auf sein Image. Die Schüler werden weitererzählen, ob und wie der Betrieb mit einem kommuniziert hat. So wird er/sie die gemachten Erfahrungen den Lehrern, Eltern und Kollegen berichten. Das kann einen Einfluss haben auf die Anzahl Bewerbungen, welche ein Lehrbetrieb erhält.

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