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Hört auf zu jammern!

Die Berufsbildung braucht einen Perspektivenwechsel. Es ist Zeit, die angehenden Lernenden nach Persönlichkeitsmerkmalen zu rekrutieren und nicht nach schulischen Leistungen. Dann bleiben sie einem später auch als fachlich begabte Mitarbeitende erhalten. Die Polarisierung der Berufsbildung ist eigenartig: International wird sie als Exportschlager und Garant gegen Jugendarbeitslosigkeit hoch gelobt, selbst aber jammert sie relativ oft über Lehrabbrüche, fehlende gute Lernende oder über die vielen Jugendlichen, die nicht «ausbildungsreif» seien. Nicht selten sieht ...

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Triebwerk Ausbildungssituation mit Berufsbildner

Weibliche Talente haben es schwer in der Berufsbildung

In der Berufsbildung sind weibliche Talente benachteiligt. Diese Behauptung dürfte im Jahr 2018 – in Zeiten der Diskussion um Frauenquoten, gleicher Lohn für Mann und Frau, mehr Frauen in Verwaltungsräte oder der #metoo-Debatte – unterschiedliche Reaktionen auslösen. Die einen wird sie kaum erstaunen, andere dürfte sie ärgern. Lehrmeister beurteilen junge Frauen strenger als Lehrmeisterinnen Doch meine Behauptung ist eine empirische Tatsache. In unserer kürzlich abgeschlossenen langjährigen Studie zu Leistung, Talent und Geschlecht ...

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Triebwerk Mädchen Lehre Elektronik

MINT-Berufe und Frauen

Wir alle kennen das Vorurteil, dass Mädchen einfach schlechter in Mathematik seien und dies einer biologischen Tatsache entspreche. Und es ist auch eine oft gestellte Journalistenfrage, ob das männliche Geschlecht deshalb klüger als das weibliche Geschlecht sei. Schliesslich sind Frauen an Universitäten und Fachhochschulen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) deutlich unterrepräsentiert. Wenn man die Gründe nicht in der Biologie sucht, dann am ehesten in den gesellschaftlichen Stereotypen und ...

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Triebwerk Lehrlinge selektionieren

Der Tunnelblick in der Selektion von Lehrlingen

Eine traditionelle Erkenntnis der Forschung zu Selektionsverfahren in der beruflichen Grundbildung ist die, dass die Engpässe der vergangenen Jahre die Zugangschancen bestimmter Gruppen gefördert, anderer Gruppen hingegen behindert haben*. So liegt bis heute die Ausbildungsbeteiligung junger Ausländerinnen und Ausländer unter denjenigen der Einheimischen. Anerkannt ist dabei, dass es vor allem betriebliche Auswahlstrategien sind, welche sie benachteiligen. Darüber hinaus weisen insbesondere Schülerinnen und Schüler aus anforderungsniedrigen Schulstufen deutlich geringere Einmündungsquoten auf, ...

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Triebwerk Vater diskutiert mit Sohne über Zukunft

«Missratene» Kinder

Wenn der Nachwuchs nicht den elterlichen Erwartungen entspricht «Leider macht unser Sohn nichts Rechtes. Er hat sein Studium abgebrochen und will nun Koch werden.» Diese Sorge eines Kollegen zu meiner Frage nach dem Lebensweg seiner Kinder ist nachvollziehbar. Und zwar grundsätzlich, weil die OECD an der Förderung der akademischen Eliten festhält. Sie stempelt junge Menschen als Bildungsabsteiger ab, wenn sie trotz eines akademischen Familienhintergrundes «nur» eine Berufslehre absolvieren. Aber auch, weil ...

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